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 Wandertour: Burgensteig Bergstraße 7. Etappe: von Großsachsen nach Schriesheim

Text/Fotos: Infojet Redaktion  

Auf dem Burgensteig von der Spatschlucht zur Strahlenburg

Die 7. Etappe des Burgensteigs steht ganz im Zeichen des Bergbaus an der Bergstraße. Den Beginn macht das ehemalige Silberbergwerk Grube Marie, von der aus es zu den Resten der Hirschburg geht. Mit schönen Fernsichten in den vorderen Odenwald durchquert der Burgensteig im Anschluss die Spatschlucht und erkundet die geologischen Zeugnisse des Bergbaus im Oberen Griet bei Schriesheim. Ein letzter steiler Anstieg führt hinauf zur Strahlenburg, bevor nach Schriesheim hinab gewandert wird, wo diese geologisch und kulturhistorisch interessante, anstrengende 7. Etappe endet. Der Burgensteig führt auf diesem schweißtreibenden Teilstück über bequeme Forstwege, aber auch über weite Strecken auf naturbelassenen Pfade, wobei durch Laubwälder und die Bergsträßer Weinberge marschiert wird.

Sehenswürdigkeiten auf der Wanderung

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Start/Ende:Streckenwanderung von Großsachsen nach Schriesheim
Streckenlänge:20.6km
Wanderzeit:8.30 Stunden / ca. 3783 Kalorien
Schwierigkeit: schwer
höchster/tiefster Punkt:403m nach 8.6km / 112m nach 0km
Summe Steigungen/Gefälle:938 Höhenmeter auf 10.1km / 934 Höhenmeter auf 8.7km Wegstrecke
Steilstrecken (über 20%):1.94km bergan und 2.99km bergab
Wegstrecke auf Landstraße:0km
Wegstrecke ohne Markierung:0.7km
Anfahrt:Auto: A5 Ausfahrt Hirschberg; an der B3 links bis Großsachsen OEG-Bahnhof
Bahn: von Frankfurt nach Weinheim mit der Bahn; ab Weinheim mit der Straßenbahn Linie 5 nach Großsachsen;
Rückweg: Straßenbahn Linie 5 von Schriesheim nach Großsachsen
Einkehr:Schriesheim: Wirtshaus im Mühlenhof
Wanderkarten/Literatur:Odenwald - Bergstraße: Wanderführer mit Tourenkarten und Höhenprofilen
Reiseführer: Odenwald mit Bergstraße, Heidelberg, Darmstadt
Kennen Sie die Bergstraße? Von Darmstadt bis Heidelberg
Wanderkarte Heidelberg Neckartal

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7. Burgensteig-Etappe inklusive Zubringer von Hirschberg nach Schriesheim

...0.7km
...0.5km
...0.8km
...5.5km
bis hier 7.5km
Wir starten die 7. Etappe des Burgensteigs Bergstraße an der OEG Haltestelle in Großsachsen. Wir folgen der Friedrich-Ebert-Straße in östlicher Richtung, bis wir auf das gelbe B des Blütenwegs stoßen. Wir wandern zunächst geradeaus weiter auf dem gelben B und biegen dann links in die Weinberge ab. Wir gehen 500 Meter weiter und halten uns dann links bis zum Wanderparkplatz Am Kohlbach. Hier orientieren wir uns an den Wandermarkierungen 1 und 2 bis wir auf die blaue Burg des Burgensteigs stoßen. Dort geht es nun rechts weiter. Wir wandern einen Kilometer durch den Laubwald um den Hundskopf herum und steigen dann steil bergab zur Kunz'schen Mühle, wo wir nach wenigen Metern den Wanderparkplatz erreichen. Hier steigen wir wieder bergan, passieren einen Brunnen und finden uns etwas später auf einem Waldlehrpfad wieder. Auf unserer Strecke öffnet sich jetzt der Wald immer wieder und erlaubt eine schöne Fernsicht auf die oberrheinische Tiefebene bis hin zum Pfälzerwald. Wir folgen dem Waldlehrpfad und gelangen so an den Waldrand und an die Weinberge oberhalb von Leutershausen, wo wir den Wanderparkplatz Kehrrang erreichen. Wir queren den Parkplatz und wandern am Rand des Weinbergs entlang bis uns der Burgensteig zurück in den Wald führt. Hier steigen wir kurz zu einen Waldspielplatz hinab. Wir münden in einen Forstweg, dem wir links folgen. Wir wandern nun steil bergan. Gut 100 Meter später zweigt der Burgensteig rechts vom Hauptweg in einen Waldpfad ab. Auf diesem Pfad klettern wir bis zu den Resten der einstigen Hirschburg hinauf.
Burgruine Hirschburg
Die Hirschburg wurde Ende des 12. Jahrhunderts als Ersatz für die höher liegende, um 1200 aufgegebene Burg auf dem Schanzenköpfle als Sitz des Adelsgeschlechts Hirschberg-Strahlenberg errichtet. Bereits im Jahr 1300 wurde die Burg bei Kriegszügen der Habsburger wieder zerstört und danach nicht wieder aufgebaut. Heute sind lediglich einige verwitterte Mauerreste auf der Kuppe, die über einen steilen Fußpfad erreichbar ist, zu sehen. Von der südöstlich etwas höher gelegenen Vorgängerburg auf dem Schanzenköpfle sind ebenfalls nur noch einzelne Mauerreste erhalten. Die heute noch sichtbaren Wallanlagen lassen jedoch den Grundriss und Aufbau der Burg erahnen. Man vermutet, dass die Burg um 1100 gebaut wurde und damit wohl eine der frühesten Höhenburgen der Region war.
...2.6km
bis hier 10.1km
Es geht noch etwa einen Kilometer bergan, bevor es gemächlicher zugeht. Wir erreichen einen Unterstand an einer Wegspinne, wo wir halblinks weitergehen. Mit schöner Aussicht nach Wilhelmsfeld und dem Weißen Stein geht es nun steiler bergab. Wir erreichen den Geo-Lehrpfad, der mit einem gelben L markiert ist und dem wir rechts vom Hauptweg folgen. Nach gut 200 Metern zweigt links ein Pfad ab, der uns auf einem Abstecher nach 100 Metern zur Feltspatabbau-Grube Hermannsgrund führt.
Odenwald Foto: Hermannsgrund
Hermannsgrund
Hermannsgrund
Neben Schwerspat wurde bei Griesheim auch Kaliumfeldspat im Tagebau abgebaut. Der Kaliumfeldspat konnte hier leicht vom Quarz getrennt werden, weswegen sich der Abbau lohnte. Das besonders reine Material, das gewonnen wurde, wurde nach Frankenthal und Mannheim zur Porzellanherstellung transportiert. Material der zweiten und dritten Wahl wurde in Mannheim-Friedrichsfeld zu Keramikglasuren verarbeitet. Begonnen wurde mit dem Abbau des Kaliumfeldspats im Hermannsgrund Mitte des 19. Jahrhunderts. Vom Steinbruch wurde der Feldspat über eine Holzrutsche bis hinab ins Tal gekippt. 1928 waren die Vorkommen ausgebeutet und der Abbau wurde eingestellt. Der Stollen am Ende des Steinbruchs ist eine Probegrabung von 1939, als man vergeblich nach weiteren Vorkommen gesucht hatte.
...0.9km
bis hier 11km
Zurück auf dem Burgensteig wandern wir weiter bergab bis hinunter zum Weitetalbach. Wir überqueren den Bach, steigen den Pfad ein kurzes Stück bergan und gelangen so an den Eingang zur Spatschlucht.
Spatschlucht
Die Spatschlucht ist aufgrund ihrer kulturhistorischen- und geologischen Bedeutung seit 1937 Naturdenkmal. Hier bei Schriesheim wurde Anfang des 19. Jahrhunderts begonnen, Schwerspat (Baryt) im Übertagebau abzubauen. Der Schwerspat wurde zur Herstellung von weißer Farbe sowie zur Papierherstellung genutzt. Auch wird erzählt, dass in Krisenzeiten das Brotmehl mit dem weißen Pulver gestreckt worden sei. Andernorts wurde dazu gern auch Gips genommen. 1939 wurde der Schwerspatabbau an dieser Stelle endgültig aufgegben, nachdem sämtliche Schwerspat-Vorkommen ausgebeutet waren. Noch heute zeugen Erdeinbrüche (Pingen) und Schürfgräben wie die Spatschlucht vom Abbau des Baryts im vorderen Odenwald.
...8.1km
...0.3km
bis hier 19.4km
Wir durchqueren die Schlucht, folgen dem Pfad weiter bis zum Martinsbach, den wir überqueren. Jetzt folgt ein kurzer Aufstieg, bei dem wir mehrere Gruben und Infotafeln passieren, die von der Geschichte des Bergbaus hier im Abbaugebiet Oberes Griet erzählen. Nach dem Ausflug in die geologische Vergangenheit wandern wir wieder bergab ins Tal des Pappelbachs, dem wir rechts bis zur Talstraße, die Schriesheim und Wilhelmsfeld verbindet, folgen. Dort gehen wir mit dem Burgensteig rechts am Schwimmbad und am Minigolfplatz vorbei und verlassen dann links die Straße. Wir überqueren den Kanzelbach und machen uns an den letzten größeren Anstieg dieser Etappe. Die blaue Burg führt uns etwa 3 Kilometer den Wald hinauf, bevor wir durchatmen und wieder absteigen können. Zwei Kilometer später gelangen wir an eine Weggabelung, an der wir den Burgensteig halbrechts mit der Wegmarkierung S4 und gelbes Andreaskreuz verlassen. Eine Rechts-Links-Kehre weiter erreichen wir den Parkplatz der Strahlenburg von Schriesheim.
Odenwald Foto: Strahlenburg
Strahlenburg
Strahlenburg
Die weithin sichtbare Strahlenburg an der Flanke des Ölbergs in Schriesheim wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Die Strahlenburg, die das Bild der Bergstraße maßgeblich mitprägt und die heute nur noch als Ruine erhalten ist, hatte einst einen 30 Meter hohen Bergfried. Sie wurde um 1500 teilweise zerstört. Von 1733 an begann man mit dem Rückbau der Ruine und verwendete die Steine aus Porphyr und Granit, die aus Steinbrüchen der Region stammten, zum Bau von Weinbergsmauern. Heute befindet sich die Burg in Privatbesitz und auf dem Burggelände ein Restaurant mit gehobener Küche. Von der Burg aus reicht die Sicht über die Rheinebene hinweg bis zum Pfälzerwald und zum Donnersberg.
...1.2km
bis hier 20.6km
Das gelbe Andreaskreuz bringt uns nun die Weinberge hinunter bis nach Schriesheim und über die Bahnhofstraße zum OEG-Bahnhof, von dem aus wir mit der Straßenbahn zurück zum Ausgangspunkt der Etappe fahren können.
Etappen: Burgensteig
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